Marathon durch den Flughafen

Pünktlich um ein Uhr in der Früh beschleunigt das Flugzeug auf der Startbahn in Almaty und hebt wenig später vom kasachstanischen Boden ab. Das Flugzeug schraubt sich vor dem Tian-Schan-Gebirge in die Höhe und die Lichter in der Kabine werden ausgeschaltet. Wenig später schlafe ich tief und fest, hoch über den Wolken. Ich befinde mich auf dem Flug nach Kambodscha mit Zwischenhalt in Bangkok.

Nur zwei Stunden später (also um ca. 3 Uhr in der Früh!) weckt mich mein Nachbar unsanft, in dem er mir den Ellbogen in die Rippen rammt. Das Essen wird verteilt. Menü: Chicken- oder Fishcurry. Meine Rippen schmerzen und mein Magen befindet sich noch im Tiefschlaf. Schlaftrunken winke ich danken ab und kuschle mich an die Flugzeugwand. Die Kabine ist hell erleuchtet, die Flugraumtemperatur erhöht und der Currygeruch hängt lange schwer über den Fluggästen. Das Licht bleibt bis zur Landung um 9 Uhr in Bangkok an und die Passagiere – inklusive mir – ziemlich wach.

In Bangkok angekommen dauert es zu lange, bis das Gepäck auf das Rollband rutscht. Und natürlich ist mein Rucksack der gefühlt aller Letzte, der sich aus dem Bauch des Flughafens erhebt. Ich hetzte durch die Passkontrolle, und finde schnaufend zum Checkin-Schalter der AirBangkok. Ich bin spät dran. Der Schalter hat bereits geschlossen.

Nach einigen Diskussionen wird mir aber doch ein Ticket in die Finger gedrückt und mein Rucksack hektisch entgegengenommen. Der Mitarbeiter deutet in eine Richtung: ‚You have to run!‘ Bei der Sicherheitskontrolle darf ich die Warteschlange überholen und auch bei der Passkontrolle werde ich vorgelassen – man sollte öfters zu spät einchecken.

Der Flughafen in Bangkok ist gross und natürlich liegt mein Abflug-Gate am anderen Ende. Ich renne über die glatt polierten Bodenplatten und quietsche um die Kurven. Beim Safetycheck habe ich den Rucksack natürlich nur provisorisch und möglichst schnell wieder eingepackt. Und natürlich verteile ich im Lauf mein ganzes Hab und Gut zwischen den Dutyfree Shops. Zum Glück ist das Personal freundlich und drei Sicherheitskräfte helfen mir Zahnpasta, Pulli, Tampons, Nackenkissen und Co aufzusammeln. Keuchend komme ich am Gate an und bin so ausser Puste, dass ich mein Ticket kommentarlos schnaufend den Flughelfern entgegenstrecke.

Uff…geschafft. Das Flugzeug ist noch da und ich bin sogar nur die Zweitletzte, die einsteigt. Nach dem Start geniesse ich den Blick über die patchworkartigen thailändischen Felder und nach kurzer Flugzeit erreichen wir bereits meinen Zielflughafen: Siem Reap – Kambodscha

170914_SiemReap.jpg

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